La mujer del comeclavos no se lamenta del oficio de su marido, al fin y al cabo de algo tienen que vivir, sino de su insistencia en penetrar cada noche sus heridas. Durante el amor, los clavos tragados asoman por toda la piel del hombre y se acomodan en los orificios antiguos y recientes del cuerpo de la mujer, que debe recibirlos entre gemidos, y entregárselos temprano, con un beso, cuando el hombre sale al trabajo.
Die Frau des Eisenschluckers
Die Frau des Eisenschluckers beklagt sich nicht über den Beruf ihres Mannes, von etwas müssen sie schliesslich leben, sondern darüber, dass er es nicht lassen kann, jede Nacht ihre Wunden auf-zukratzen. Wáhrend der Liebe kommen die geschluckten Nágel überall aus der Haut des Mannes heraus und bohren sich in die alten und jüngsten Ritzen im Kbrper der Frau, die sie unter Stohnen empfangen und ihm am Morgen, wenn er zur Arbeit geht, mit einem Kuss zurückgeben muss.
En tinta verde
El hombre terminó de escribir la tarjeta y sonrió ante la belleza y la precisión de las frases. Imaginó que la mujer sería muy feliz leyéndola. Saldría del baño con la toalla en la cabeza, descalza, sonaría el timbre y sin prisa se colgaría la bata para abrir la puerta: nunca tiene prisa, es bella. Sin duda reconocería a primera vista los garabatos y la tinta verde, pero postergaría la lectura con el propósito del goce perfecto. O no, se quitaría la bata y así, desnuda como es ella, bebiéndose el café, leería la tarjeta una y otra vez, se reiría, sería muy feliz. Entonces, sin perder la sonrisa, el hombre destrozó la tarjeta y acercó un fósforo a uno de los pedacitos, que se encendió como el rostro de una muchacha avergonzada, para terminar encendiendo el pedacito contiguo, y todos se hicieron ceniza. Vio con toda precisión a la mujer metiéndose en la bata, triste, llorando la tarjeta sin leer, el timbre sin sonar, el café sin tomar.
Mit grüner Tinte
Der Mann schrieb die Postkarte zu Ende und láchelte. Die Sátze waren schón und treffend. Er stellte sich vor, wie glücklich die Frau beim Lesen sein werde. Sie würde barfuss aus dem Bad kornmen, ein Handtuch um den Kopf geschlungen, es würde klingeln, und sie würde ohne Eile ihren Morgenmantel umhá’ngen und zur Ture gehn: niemals hat sie es eilig, sie ist schíin. Zweifellos würde sie auf den ersten Blick die Handschrift und die gruñe Tinte erkennen, mit dem Lesen aber noch warten, um sich einen vollkommenen Ge-nuss aufzusparen. Oder nein, sie würde den Morgenrock wieder ausziehen und würde so, nackt wie sie war, einen Kaffee in der Hand, die Karte ein um das andere Mal lesen, würde lachen und sehr glücklich sein. Dann zerriss der Mann die Karte, ohne sein Lácheln abzulegen, und hielt ein brennendes Streichholz an einen der Schnipsel, bis er aufflammte wie das Gesicht eines verschám-ten Madchens und den ná’chsten in Brand setzte, alie wurden zu Asche. Vor sich sah er die Frau, wie sie traurig den Morgenmantel überwarf, weinend über die nicht gelesene Karte, die nicht klin-gelnde Klingel, den nicht getrunkenen Kaffee.
Poética
Los hombres, en cuatro patas, ladraban a la luna mientras los perros le escribían poemas. Sobra agregar que ni los perros entendían los ladridos ni los hombres los poemas. Batían la cola ante el papel que el amo les sacudía como un trozo de carne, corrían alrededor y acezaban, ladraban. Amarrados a un árbol, veían en la ventana el perfil inclinado del perro que escribía.
Dichtkunst
Die Menschen, auf vier Beinen, beilten den Mond an, wáhrend die Hunde Gedichte auf ihn schrieben. Man muss nicht hinzufügen, dass die Hunde das Bellen nicht verstanden und die Menschen nicht die Gedichte. Sie wedelten mit dem Schwanz vor dem Papier, das ihr Herr wie ein Stück Fleisch vor ihnen hin und her schwenk-te, rannten hierhin und dahin und keuchten, bellten. An einen Baum gebunden saben sie im Fenster das abgewinkelte Profil des Hundes beim Schreiben.
La vaca subversiva
El avión presidencial, con todo el gabinete ministerial en su barriga, se estrelló contra una vaca de colores. Nadie se explica qué hacía la vaca a tales alturas.
Die subversive Kuh
Das Flugzeug des Prásidenten, mit dem ganzen Kabinett an Bord, zerschellte an einer gescheckten Kuh. Niemand kann sich cridaren, was die Kuh in dieser Hóhe zu suchen hatte.
(Los cuatro relatos precedentes fueron traducidos por Peter Schultze-Kraft e incluidos en la antología Und träumten vom Leben: Erzählungen aus Kolumbien; Zúrich, 2001).
Ceremoniales
Las esposas reciben en la noche el tibio esperma de los maridos borrachos, luego ronquidos hasta la herida del alba. Se lavan con sueño el sudor de los senos fatigados, se hurgan con asco, con descuido. Les duele la oscura matriz mientras limpian el piso arrodilladas, mientras recogen la porcelana rota, las camisas sucias, el polvo, y el insecto de la desdicha las carcome sin ruido. En el tedio o la siesta se consumen, las revistas monótonas, la radio en el buzón sentimental, el noticiero de las siete, el hueco que dejan los años. A las once piensan en los cuchillos. En la puerta alguien con torpeza golpea.
Zeremonien
Nachts empfangen die Frauen das lauwarme Sperma ihrerbetrun-kenen Gatten, die dann bis zum Anbruch der Morgendámmerung schnarchen. Sie waschen mit Schlaf den Schweiss von den muden Brüsten, sie spülen sien nachlássig, mit Ekel. Sie spüren dunkel den Schmerz im Bauch, wenn sie auf Knien den Boden wischen, die Porzellanscherben aufsammeln, die schmutzigen Hemden, den Staub, der Elendskáfer nagt an ihnen geráuschlos. Sie vergeuden sich vor Langeweile oder beim Mittagsschlaf, die eintónigen Illus-trierten, der Sender mit dem Briefkasten für Sentimentales, die Nachrichten um sieben, die Lücke, die ihnen die Jahre übrig las-sen. Um elf denken sie an Messer. Schwerfállig schlágt jemand an die Tur.
(Traducido por Dieter Masuhr e incluido en la antología Hören wie die Hennen Krähen; Zúrich, 2003).